Rhetorikkurse und die gelungene Rhetorik bei Ihrem Vortrag

 

Rhetorik, die Kunst der Rede.

Was verstehen Sie darunter?

Sind es die richtigen Wörter und Worte, die Sie für Ihre Rede finden wollen?

Ist es die Körpersprache, die Sicherheit, die Sie beim Sprechen erlangen möchten?

Hat der Inhalt Bedeutung? Kann ich sagen, was ich möchte, muss das Gesagte nur richtig verpackt sein?

Alles stimmt. Für die überzeugende Rede und natürliche Rhetorik sind verschiedene Faktoren wichtig. Natürlich ist der Inhalt der Rede, das, was Sie vermitteln wollen von enormer Bedeutung. Ihre Rede, Ihr Vortrag oder Ihr Gespräch ist überzeugend, wenn Sie an den Inhalt des Vortrags glauben. Doch das alleine genügt nicht ganz.

Wie wichtig ist die Aussprache?

Die Wörter wollen gesprochen sein, d.h. jedes Wort ist bei Ihrem Vortrag wichtig. Die Artikulation ist bedeutend, jedes einzelne Wort verdient Respekt, ja, sogar jeder Buchstabe. Daher ist es in den Rhetorikkursen notwendig die Aussprache der gemäßigten Hochsprache zu erlernen, oder zumindest einige der wichtigsten Pfeiler der Ausspracheregeln zu kennen.

Sie haben bestimmt schon eine Menge Redner/innen gehört, die einzelne Wörter verschlucken, verwischen oder sie im schlimmsten Fall gar nicht aussprechen. Besonders wichtig sind Füllwörter und scheinbar unbedeutende Wörter im Text, genau die sind das Bindeglied für verständliche Sätze.

Gedanken, Emotionen, Bilder und Gefühle sind wesentliche Elemente für eine gelungene Rhetorik

Die Gedanken und die Emotionen hinter den Gedanken sind entscheidend, ob Ihr Vortrag ankommt oder nicht. Doch wie entstehen Gedanken und Emotionen während des Gesprächs, des Austauschs, des Vortrags und der Rede?

Haben Sie bemerkt, dass sich Gedanken und Emotionen in den Lücken, in den Pausen entwickeln? Es steigen Bilder auf, zu den Bildern gibt es Stimmungen und Gefühle und genau diese Gefühle übertragen sich auf die Zuhörer/innen. Pausen sind enorm bedeutend, denn sie entscheiden über die Dynamik der Präsentation. Allerdings ist dabei wichtig, dass der Sprachrhythmus nicht konstruiert wirkt.

Der Rhythmus und die Pausen entstehen aus natürlichen Impulsen.

Wir bieten in unseren Rhetorikkursen zahlreiche und einfache Übungen zum Wecken und Spüren dieser Impulse an, so dass Sie selbstverständlich mit den Impulsen umgehen lernen und sie nicht unterdrücken wollen. Das passiert leider all zu oft.

Der Atem ist das wichtigste Element des Sprechens und für die Rhetorik

Ihr natürlicher Sprechrhythmus entsteht über den Atem. Ich höre sehr oft: „Mir geht die Puste aus beim Sprechen.“ Ihr Rhythmus ist Ihr Atemrhythmus, der Atem ist die Basis des Sprechens. In den Pausen erneuert sich der Atem und genau in diesen Pausen können Stimmungen, Emotionen und Gedanken entstehen. Beim Sprechen kommt der Atem von ganz alleine, wenn Sie den Atem und die Pausen zulassen. Das geschieht eben nicht konstruiert, sondern ganz natürlich.

Wie wichtig ist der Atem für die Stimme, die Stimme für das Sprechen?

Wenn Sie in den Sprechpausen den Atem einfließen lassen, dann trägt Ihre Stimme besser, Sie wird klarer und die Aussprache wird deutlicher, ganz von selbst, eines ergibt das andere.

Sie sehen also, Sprechen ist ein komplexer Vorgang. In den Rhetorikkursen ist es wichtig erst einmal die Basis des Sprechens zu erkennen und zu üben.

Die grundlegenden Pfeiler heißen Atem, Stimme und Artikulation. Daraus ergeben sich Sprachmelodie und Sprechrhythmus.

Ausgewählte Übungen stärken in unseren Rhetorikkursen die Stimme, sie wird kräftiger und bekommt einen angenehmen Klang. Sie werden gehört, das Sprechen fällt leichter und macht richtig Spaß!

Sprechen findet immer JETZT statt, bleiben Sie mit Ihren Gedanken bei den Wörtern

Über den drei wichtigsten Pfeilern der Rhetorik steht ein besonders entscheidender Faktor: das Dabeisein. Sind Sie mit den Gedanken schon drei Sätze weiter, so wirkt der Vortrag leblos, heruntergelesen. Ich verwende in diesem Zusammenhang das Wort „zutexten“. Manche Redner/innen texten das Publikum oder die Gesprächspartner/innen zu. Genau dann passiert es, dass die Pausen für den Atem und den Rhythmus nicht mehr zugelassen werden, die Sprachmelodie wirkt monoton und es können keine Gedanken, Emotionen und Stimmungen entstehen. In diesem Fall wäre es besser das Publikum die Rede oder den Vortrag lesen zu lassen.

Manche möchten die Situation des Vortrages so schnell wie möglich hinter sich bringen, auch das überträgt sich auf das Publikum. Meistens sprechen diese Menschen dann nur für sich und treten gar nicht in Kontakt mit dem Publikum. In diesem Fall haben es die Zuhörer/innen schwer dem Inhalt zu folgen, die Stimme wirkt oft leise und verhaucht, Wörter werden verschluckt, die Rede wirkt übereilt. Es ist sehr wichtig sich auf die Situation des Vortrags einzulassen, um gut verstanden zu werden.

Rhetorik – Fakten und Argumente

Selbstverständlich zählen Fakten und Argumente bei einer Rede. Doch der Inhalt wird besser verstanden, wenn die Botschaft des Vortrags mit Stimmungen und Beispielen gefüllt wird.

Letztendlich beurteilt das Publikum die Person, die spricht und den Inhalt nur dann, wenn er über die Person läuft. Die Person ist der Träger des Inhaltes, der Waggon über den der Inhalt transportiert wird.

Viele Menschen haben Schwierigkeiten ein kleines Stück Risiko beim Sprechen einzugehen, sich ein wenig zu zeigen. Doch genau dieser schmale Grat von mir zu/m anderen, ein kleines Stück Öffnung ist für eine gelungene Rede von enormer Bedeutung. Halten Sie Kontakt mit den Zuhörer/innen und Ihren Gesprächspartner/innen. Ein/e Redner/in, die Ihr Publikum nicht einbezieht wirkt unsympathisch, abgehoben. Die Zuhörer/innen reagieren auf die Person, die Ihre Rede aalglatt herunterbetet ablehnend.

Wie gehe ich mit Lampenfieber um? Müssen Rede und Rhetorik perfekt sein?

Wieder ist es die Person, die beurteilt wird und nicht der Inhalt der Rede. Wenn Sie keine Fehler bei Ihrem Vortrag machen möchten, dann kommt genau das beim Publikum an.

Das Publikum spürt, dass der/die Redner/in perfekt sein möchte und achtet weniger auf den Inhalt. Wenn Sie gut bei sich bleiben, stimmig und authentisch, Stimmungen und Gefühle zulassen, dann macht Ihnen das Sprechen bestimmt mehr Spaß und das Publikum lauscht Ihrem Vortrag gerne. Sie denken gar nicht mehr daran nervös zu sein. Perfektionismus schafft Lampenfieber, wenn Ihnen bewusst ist, dass Fehler bei Ihrer natürlichen Rhetorik erlaubt sind, dann gelingt die Rede leichter und wirkt lockerer. Gut sein zu müssen schafft enormen Druck.

Nervosität und Lampenfieber sind erlaubt, je mehr Sie sich bemühen nicht aufgeregt zu sein, desto mehr werden Sie es sein. Wir Menschen funktionieren so. Es ist viel besser, wenn Sie sich mit Ihrer Nervosität vor einem Vortrag arrangieren und akzeptieren, dass es eine aufregende Sache ist vor mehreren Menschen zu sprechen. Meistens verschwindet die Aufregung nach den ersten Sätzen. Abgesehen davon gibt es wunderbare Vorbereitungsübungen, die das Lampenfieber mildern und durch die Sie sicherer, selbstbewusster und klarer werden. Auch das lernen Sie in den Rhetorikkursen.

Rhetorik – wie wichtig ist die Botschaft der Rede

Bevor Sie vor Ihr Publikum treten, müssen Sie wissen, was die Hauptbotschaft der Rede ist.

Wenn Ihnen klar ist, was Sie von den Zuhörer/innen möchten, dann überträgt sich das auf Ihr Publikum.

In unseren Rhetorikkursen lassen wir die Teilnehmer/innen herausfinden, was sie ganz konkret vom Publikum möchten und wie die Kernaussage des Vortrages lauten soll.

Es macht einen Unterschied, ob Sie das Publikum zum Handeln anregen wollen (z.B. einen bestimmten Sport zu praktizieren), es informieren möchten (z.B. über neue Firmenstrukturen) oder für eine Sache begeistern wollen (z.B. bei Wahlen, in diesem Fall möchten Sie gewählt werden).

D.h. Ihnen soll klar sein, was Sie mit Ihrer Rede möchten und wie sich die Zuhörer/innen nach dem Vortrag fühlen sollen.

Wie gliedere ich eine Rede? Wie beginne ich? Do’s and Dont’s!

Ein Aufsatz beginnt mit einer Einleitung, so haben wir es in der Schule gelernt. Einleitungen sind Killer jeder Rede. Sprechen Sie sofort an um was es geht und kündigen Sie niemals an, was Sie gleich sagen werden und dass Sie später auf ein bestimmtes Thema zurückgreifen wollen.

Einleitung, Hauptteil und Schluss, so möchte Ihr Publikum den Raum so schnell wie möglich verlassen. Absoluter Killer!

Machen Sie Ihr Publikum neugierig, stellen Sie Fragen, bleiben Sie in Kontakt, regen Sie zum Nachdenken an, stellen Sie Ihre Sicht der Dinge in den Raum, schlagen Sie Möglichkeiten vor, bringen Sie Beispiele, Geschichten.

Lassen Sie am Ende der Rede etwas offen, im Sinne einer Anregung zur weiteren Beschäftigung mit dem Vortrag.

In der Vorbereitung können Sie mit einem Sternesystem die wichtigsten Botschaften und Pfeiler der Rede herausfinden.

 

Conclusio:

Mut zur Lücke, Mut zu Fehlern, Mut zu Nachdenkpausen!

Lampenfieber ist ok!

Bleiben Sie bei sich, bleib du selbst!

Versuchen Sie niemals anders zu scheinen, als sie sind oder jemanden nachzuahmen.

Haben Sie Spaß beim Sprechen!

 

Besuchen Sie bei Interesse unseren Rhetorik-Workshop.

Workshop-Themen, Handwerk & Tools:

Atem, Stimme, Sprachrhythmus, Sprachmelodie, Stimmungen, Atmosphären vermitteln,

Umgang mit Lampenfieber, Selbstbewusst Sprechen, Kommunikation, Kontakt,

Tools zur Gliederung und Gestaltung einer Rede, Do’s und Dont’s, freies Sprechen